Macht zeigen – Kunst als Herrschaftsstrategie

Ausstellung im DHM (19.02.-13.06.2010)

Ausstellung „Macht zeigen – Kunst als Herrschaftsstrategie“ | DHM, 2016
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Kurator: Prof. Dr. Wolfgang Ullrich

Seit einigen Jahrzehnten macht moderne Kunst eine erstaunliche Karriere als Statussymbol. Unternehmer und Manager lassen sich gerne mit Gemälden oder Skulpturen fotografieren, viele Politiker treten als Freunde der Kunst auf. Zu bemerken ist jedoch auch ein deutscher ›Sonderweg‹: In kaum einem anderen Land wird Macht so oft mit moderner Kunst repräsentiert. Das ist nicht zuletzt eine Folge des Nationalsozialismus. Da durch ihn viele Repräsentationsformen belastet waren, brauchte man Ersatz zur Selbstdarstellung. Anders als oft behauptet, nimmt bildende Kunst heutzutage keine Außenseiterposition mehr ein. In früheren Jahrhunderten spielte Kunst ebenfalls bereits eine wichtige Rolle, um die Stellung von Mächtigen zu rechtfertigen, zu unterstreichen oder gar zu steigern. Stets hat sie ihren Platz an den Schaltzentralen der Macht. Sie schmückt die Personen, auf die sich die Aufmerksamkeit der Massenmedien richtet. Sie adelt die Sieger der Gesellschaft.

Macht zeigen, ohne sie zu haben?

Schlussfolgerungen aus der Ausstellung, diskutiert zwischen dem Zeremonialwissenschaftler Bazon Brock und dem Kurator Wolfgang Ullrich. Mit gemeinsamer Begehung des Themenparcours.